Ukraine

Das Land, das mich total enttäuscht hat – leider. Der nächste Tag, am 2. März 2017 sind wir um 8 Uhr morgens in Kiew, Ukraine, gelandet. Ein Shuttlebus stand für die Fahrt zur Stadt bereit. Mit dem Shuttlebus wollten wir in die Stadtmitte, doch zu unserem Bedauern waren wir nicht im Zentrum angelangt. Wir mussten zusätzlich noch die U-Bahn benutzen, um wirklich ins Zentrum zu gelangen. Nachdem wir uns am Schalter erkundigen wollten, wohin bzw. welche U-Bahn wir nehmen müssen – kam der erste Schock! Es waren ungelogen ca. 40 Schalter geöffnet keiner, wirklich keiner davon konnte kein einziges Wort Englisch. Mit Gesten und Mimik haben wir versucht unsere Situation zu schildern, jedoch wurden wir immer wieder abgelehnt oder erst gar nicht beachtet. Die Mitarbeiter haben uns einfach knallhart ignoriert.

Danach haben wir einen Soldaten angesprochen, der dort Wache stand – ja sogar er konnte kein Wort Englisch – er hat uns zumindest mit seinen Händen eine Richtung zur irgendeine Halle gezeigt, wo wir endlich auf unseren Retter gestoßen sind. Nach einer guten halben Stunde hat uns dort ein junger Mann auf Englisch angesprochen und uns gefragt, wohin wir eigentlich hin wollen. Nachdem die Situation geklärt wurde, hat er uns in die U-Bahn Station gebracht und hat alles schön erklärt und wollte sogar unsere Tickets bezahlen – außergewöhnlich hilfsbereit – wir lehnten es natürlich ab. Er fragte, was wir in Kiew zu suchen haben. Als wir ihn sagten, dass wir die Stadt besichtigen wollen, schaute er uns mit großen Augen und sagte „Kiew besichtigen?“, wir mussten einfach lachen!

Allgemein hatten wir in Kiew überhaupt gar kein Problem mit dem Geld, da der Kurs für Euro wirklich sehr gut war. Als wir endlich im Zentrum ankamen, kam der zweite Schock! Straßenmänner mit Affen in den Händen haben mich gezwungen mit den Affen Bilder zu machen und im Nachhinein verlangten sie Geld von mir. Wäre es freiwillig, würde ich mich ja nicht beklagen, aber die Menschen zu verdrängen finde ich nicht in Ordnung. Danach haben wir in Mc Donalds gefrühstückt.

Die Stadt befand sich noch in einer großen Baustelle, aber ich kann mir gut vorstellen, dass vor allem das Zentrum sehr schön werden könnte. Leider wird der Tourismus dort nicht groß geschrieben. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass sich das Land im Krieg befindet. Die Stadt hat sehr schöne Bauten, zum Beispiel die Architektur von der Sophienkathedrale hat mich fasziniert – ein wirklicher Hingucker. Es waren sehr viele Stände mit unterschiedlichen Artikeln zum Verkauf. Ein Stand fiel uns besonders auf; auf den Toilettenrollen war das Bild von den russischen Staatspräsidenten Putin gedruckt gewesen. Bis dahin wussten wir ehrlich gesagt nichts von der Auseinandersetzung mit ihm. Leider haben wir in den 8 Stunden in Kiew, nicht viel sehen und auch keine schönen Erfahrungen sammeln können, die ich euch berichten kann. Relativ früh fuhren wir wieder zurück zum Flughafen und haben dort uns ein fettes Essen gegönnt. Ohne eine Übernachtung flogen wir am Abend wieder weiter.

Zu guter Letzt, möchte ich mich bei meinen ukrainischen Freunden entschuldigen, aber das waren meine gesammelten Erfahrungen in Kiew. Auf dieser Seite möchte ich ehrlich und offen meine Erfahrungen mit euch teilen und möchte niemanden belügen. Tag 3 unserer Reise erfährt ihr nächste Woche. Es ist ein Land, welches mich umgehauen hat.

 

Sehenswürdigkeiten und Denkmäler

  • Sophienkathedrale
  • Lyadsky gate
  • Maidan Nezalezhnosti
  • Halereya Buttya
  • St. Michaelskloster
  • Globus Mall
  • Coffeelat

 

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